Kabel Extrusion

Kabel Extrusion

  • Ein Telefonkabel wird mit 2 Polymerschichten im Extrusionsprozess ummantelt: Der Leiter erhält zunächst eine Isolierung aus Polyäthylen und die äußere Nylonschicht sorgt für gute mechanische Eigenschaften. Ablösungen des Nylonmantels, milchiges Aussehen und eine unbefriedigende Produktionsgeschwindigkeit waren der Auslöser für die Strömungsanalyse.
  • Die Viskositäten der Kunststoffe wurden nach dem Power-Law formuliert. Durch die Co-Extrusion entsteht eine freie Oberfläche an der Trennstelle der beiden Werkstoffe. Für die Unterscheidung der Polymere wird ihnen in der ersten Rechnung je eine unterschiedliche Temperatur zugeordnet. Somit errechnet sich die freie Oberfläche an der Temperatur-Trennlinie.
  • Mit einer geringen konstruktiven Änderung, nämlich der Aufweitung des Kanals für das Polyäthylen, konnte das Problem zufriedenstellend gelöst werden. Oben im Bild: ursprüngliche KonstruktionUnten im Bild: den Strömungsverhältnissen angepasste Konstruktion.
  • Deutlich zeigt die Darstellung des Geschwindigkeitsbetrags die Problemstelle auf. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: - bei einem Kabelpreis von € 0,82/mtr. - einem angenommenen kalkulatorischen Gewinn von 5% - Kosten für die Simulation von €4.000 - Ergibt sich ein Break-Even-Point bereits nach 7 Produktions-Stunden.